Anleitung

Wände ausbessern und Bohrlöcher füllen

Hier ein Riss im Putz, dort ein altes Dübelloch – Deine Wände haben ihre besten Zeiten hinter sich. Statt gleich alles zu renovieren, reicht es oft, kleinere Mängel zu beseitigen. Hier erfährst Du, wie Du Deine Wände ausbessern und Bohrlöcher füllen kannst. Nach dem Tapezieren oder Streichen sieht die Bude dann wieder aus wie neu. Mach Dich ran!

Wände ausbessern und Bohrlöcher füllen

Putz ausbessern: Das brauchst Du

Material
    Werkzeuge
      Material- und Werkzeugliste

      Löcher in der Wand reparieren

      Egal ob Du gerade umgezogen bist oder Dein Zuhause renovieren willst, mit einem hast Du garantiert zu kämpfen: Rissen oder Löchern in der Wand.

      Dübellöcher sind nicht zu vermeiden, wenn Du Regale oder Bilder aufhängst. Sie sind vielleicht unschön anzusehen, ansonsten aber unproblematisch. Alles, was Du brauchst, um die Wände auszubessern und die alten Bohrlöcher zu füllen, ist die richtige Füllmasse. Danach sieht Deine Fassade wieder aus wie ein unbeschriebenes Blatt. Bereit? Dann mal ran an die Spachtelmasse!

      Dübellöcher füllen mit Tubenspachtel

      Um Dübellöcher möglichst schnell zu füllen eignet sich am besten ein Füllspachtel bzw. Reparaturspachtel aus der Tube, den Du direkt in das Loch drückst. Es gibt ihn auch in Pulverform, diesen musst Du zuvor aber mit Wasser anrühren.

      Schritt 1: Untergrund vorbereiten

      Bevor Du mit dem Versprachteln des Bohrlochs loslegst, denk daran, die vorhandenen Schrauben und Dübel zu entfernen. Wenn die Zange versagt, bohr sie notfalls raus. Danach saug das Bohrloch mit dem Staubsauger aus. Bei Gipswänden kannst Du einen Tiefengrund auftragen oder das Loch mit etwas Wasser besprühen. So verhinderst Du, dass der Gips der Spachtelmasse die Feuchtigkeit entzieht und Risse entstehen.

      Schritt 2: Dübellöcher zuspachteln

      Drücke den Tubelspachtel in das Bohrloch. Achte darauf, dass es bis zum Rand ausgefüllt ist, und streiche die Masse danach mit einem Spachtel glatt. Spachtelmasse in Pulverform trägst Du mit dem Spachtel auf. Arbeite rasch, denn genauso rasch trocknet die Masse aus.

      Schritt 3: Dübellöcher abschleifen

      Damit das Bohrlöcher nicht mehr auffällt und die Spachtelmasse eben mit der Wand abschließt, schleifst Du die Stelle am besten mit feinkörnigem Schleifpapier nach. Warte damit, bis die Spachtelmasse vollständig durchgetrocknet ist. I. d. R. dauert das 30–60 m. Fehlt nur noch die neue Farbe an der Wand – fertig!

      Alternativen zur Spachtelmasse

      Falls Du keine Spachtelmasse zur Hand hast, es aber schnell gehen muss, kannst Du alte Bohr- oder Nagellöcher alternativ auch mit weißer Kreide, Zahnpasta, Knetmasse oder einem Gemisch aus Mehl und Wasser füllen.

      Risse in der Wand reparieren

      Risse in der Wand entdeckt? Im Innenbereich sind die meisten davon harmlos: Vielleicht hat sich der Beton aufgrund von Witterungseinflüssen zu schnell zusammen gezogen. Oder der Winddruck auf die Dachschräge war zu groß, weshalb der Putz entlang der Fuge zwischen Wand und Dach aufgeplatzt ist. In den folgenden Anleitungen erfährst, wie Du kleine und große Risse schnell und einfach ausbesserst.

      Untergrund prüfen

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      Prüfe zuerst den Zustand der Wände und behebe am besten gleich alle Schäden. Der Untergrund muss eben, sauber, rissfrei, tragfähig und trocken sein. Schadstellen werden mit einer geeigneten Reparaturspachtelmasse ausgebessert.

      Vor dem Verspachteln musst Du alle losen Putzreste mit einer Stahlbürste entfernen.

      Risse auskratzen

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      Risse werden etwas erweitert. Kratze den Riss dazu mit einem Spachtel oder Cutter etwas auf, damit die Reparaturspachtelmasse genügend Halt bekommt. Zum Füllen müssen Risse und Löcher staubfrei sein.

      Wand vornässen

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      Bei sehr saugfähigen Untergründen solltest die Schadstellen vor dem Ausbessern mit einem Quast bzw. einer Kleisterbürste (einem breiten, borstigen Pinsel) etwas vornässen.

      Tiefe Risse armieren und glätten

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      Tiefe Risse, die durch Materialbewegungen entstanden sind, müssen armiert werden. Lege dazu einen Streifen Glasfasergewebe in das Spachtelbett. Ziehe dann nochmals eine Schicht Flächenspachtelmasse darüber und glätte die Fläche. Lass den Spachtel abbinden und glätte restliche Unebenheiten mit feinem Schleifpapier.

      Tiefengrund auftragen

      Vor dem nächsten Arbeitsschritt solltest Du die Wand mit Tiefengrund vorstreichen. Lass den Tiefengrund vollständig trocknen. Für viele Wandbeläge kann die alte Tapete auf der Wand bleiben. Für Dekorputz ist zusätzlich ein Haftgrund mit feinem Sand zu empfehlen, auch Putzgrund genannt. Damit hält der Dekorputz besser, und das Korn vom Reibeputz rollt besser ab.

      Schäden in der Wand spachteln

      Kleinere Schäden im Putz ausbessern

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      Kleinere Reparaturarbeiten an Putz und Mauerwerk können im Innenbereich mit einer Reparaturspachtelmasse ausgeführt werden. Decke die Bodenfläche für die anstehenden Arbeiten ab. Feine Risse werden mit dem Malerspachtel V-förmig erweitert, damit sie mit Spachtelmasse gefüllt werden können. Die Reparaturstellen gründlich reinigen. Entferne alles lose Material, Tapeten, nicht haftende Anstriche und Fettstellen. Eine stark saugende Wandfläche wie Putz wird mit Tiefengrund grundiert. Rühre die Reparaturspachtelmasse vor dem Gebrauch kurz auf. Die benötigte Menge Spachtelmasse am besten in einen Gipsbecher umfüllen, von dort mit dem Malerspachtel entnehmen und in die Reparaturstelle drücken.

      Größere Schäden im Putz ausbessern

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      Größere und tiefere Flächen werden in mehreren Arbeitsgängen gespachtelt. Die maximale Schichtdicke pro Spachtelgang beträgt 10 mm. Trage die Spachtelmasse nach dem Anrühren in einem ersten Arbeitsgang grob auf. Achte darauf, dass keine Hohlräume entstehen. Nach dem Durchtrocknen kann weitere Spachtelmasse aufgetragen werden. Zum Ausbessern von tieferen Fehlstellen oder Ausbrüchen wird am besten Tiefenfüller verwendet. Zum Glätten der Oberfläche die Glättkelle nur mit leichtem Druck über die Spachtelmasse führen, damit keine Vertiefungen entstehen.

      Fertigstellung

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      Eine noch glattere Oberfläche erreichst Du, indem Du nach dem Trocknen die Fläche zusätzlich schleifst. Von der Spachtelmasse hängt es ab, ob Du vor den folgenden Wandarbeiten grundieren musst oder direkt mit Dispersionsfarbe streichen kannst.

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